Küste aus Vogelperspektive mit schlagenden Wellen bei Kalifornien

Alle Jahre wieder – und das seit genau 48 an der Zahl – setzen wir am 05. Juni ein Zeichen für unsere Welt.

Der Tag der Umwelt gedenkt dem Schutz der Umwelt seit 1972.

Wir blicken auf Ressourcen, die wir bereits verbraucht haben, auf katastrophale Zustände, die aktuell vorherrschen und schreien laut in die Welt was wir zukünftig und ab jetzt zu tun haben.

Aber was können wir denn verlieren? Und was haben wir bereits an ökologischen Einbußen auf unserem Konto? Mit jedem Jahr, dass von zunehmender Umweltverschmutzung und verheerender Klimaerwärmung weiterhin betroffen bleibt, verlieren wir ein Stück mehr unserer Artenvielfalt.

Das Leiden der Artenvielfalt

Zunächst sollten wir uns dazu erst mal anschauen: „Was hat das denn auf sich mit der Artenvielfalt?“

Die Artenvielfalt oder auch Artendiversität genannt, ist ein Teilbereich der Biodiversität. Klingt nach Bio, ist aber super spannend. Diese Biodiversität besteht nämlich aus, der genetischen Vielfalt, der Vielfalt der Ökosysteme sowie der bereits erwähnten Artenvielfalt, die Gesamtheit aller kostbaren Tiere und Pflanzen. Und davon gibt es auf der Erde eine ganze Menge. Laut Wissenschaftlern liegt der Schätzwert zwischen 10 und 100 Millionen Tier- und Pflanzenarten. Leider kann man sich auf solchen Zahlen nicht ausruhen. Betrachtet man die Rote Liste für weltweit bedrohte Tiere und Pflanzen, so werden dort über 31.000 Arten als gefährdet eingestuft. Die IUCN, also die International Union for Conservation auf Nature wurde 1964 gegründet und dient vor allem mit ihrer Roten Liste für gefährdete Tier- und Pflanzenarten als Ansprechpartner für die wahren Fakten.

„Wo leben eigentlich diese Millionen von Tier- und Pflanzenarten?“ Hier ein Beispiel:

Die größten von Lebewesen geschaffenen Ökosysteme sind für uns auf den ersten Blick gar nicht sichtbar. Es sind die im Meer anzutreffenden Korallenriffe. Sie wurden seit sehr vielen Jahren von kleinen Nesseltieren mühsam geschaffen.

Das größte Korallenriff auf unserer blauen Erde ist das Great Barrier Reef an der Ostküste Australiens. Seine wunderschönen einzelnen Teilbereiche präsentieren sich farbenfroh und – noch – lebhaft mit einer Länge von beeindruckenden 2.300 Kilometern. Verglichen mit einer Luftlinie wäre das vom mittleren Deutschland, bis zum oberen Rand Afrikas. Verrückt!

Es wurde 1981 von der UNESCO zum Weltnaturerbe ernannt. Wissenschaftler, die sich jedoch seit Jahren mit der Beobachtung des Great Barrier Reefs beschäftigt haben, sahen auch die Schattenseiten, die das Riff nun bedrohen. Ausgelöst von Umweltverschmutzung und den der Klimaerwärmung geschuldeten steigenden Temperaturen verliert das monumentale Riff an seiner Pracht. Im wahrsten Sinne des Wortes verliert es seine Farbe.

Dieser Prozess wird Korallenbleiche genannt und entsteht, da Korallen, mal mehr mal weniger, sensibel auf diese extremen Temperaturunterschiede reagieren.

Massenbleiche, also das vermehrte Auftreten dieser Bleiche ist bereits bekannt. Schockierend ist jedoch der zeitliche Abstand, den Wissenschaftler dokumentieren. Das Great Barrier Reef leidet zum dritten Mal in nur fünf Jahren an Korallenbleiche.

Aber nicht nur, dass sich ein Stück Weltnaturerbe vielleicht von der Bildfläche verabschiedet, mit ihm auch in tragischer Weise eine Vielzahl an Fischen und anderen Meeresbewohnern. Denn die einzelnen Ökosysteme greifen wie Zahnräder ineinander. Entfernt man ein Teil des Zahnrades, so verändert man die gesamte Kette. Es greift in den kompletten Prozess ein und verändert wiederum andere Ökosysteme. Welche Auswirkungen genau das Absterben des Great Barrier Reefs auf andere Ökosysteme hervorhebt kann man jedoch nicht genau sagen.

Wissenschaftler prognostizieren aber, dass die Temperatur sich pro Jahr nur konstant um 2 Grad erhöhen darf, um das Riff zu retten.

Denn eine kleine Chance besteht noch. Das Riff benötigt Zeit zur Erholung und zur Regeneration. Dies gelingt ihm, wenn die Temperatur eben nur mäßig steigt und sich das Riff anpassen kann. Klingt logisch, oder? Ist aber leider sehr unwahrscheinlich.

Welche Auswirkungen jedoch für den Menschen entstehen, dass kann ungefähr schon abgewogen werden. Das Riff ist nämlich nicht nur wunderschön anzuschauen, sondern bietet dem Menschen auch zahlreiche Vorteile, die uns so gar nicht bewusst sind.

Unter dem Meeresspiegel sieht es ja eh keiner…

Sehr falsch! Denn bereits der Faktor Schönheit und die Besonderheit spielt für den Menschen in Punkto Tourismus eine große Rolle. Das einmalige Tauch- und Staun-Erlebnis zieht Touristen in Scharen an, was wiederum die Wirtschaft ankurbelt. Tourismus und Fernreisen ist natürlich umwelttechnisch wiederum ein Thema für sich …

Jedoch darf man auch andere Riffe nicht vergessen, die für Entwicklungsländer gerade im Tourismus wichtige wirtschaftliche Stützen sind.

Schaut man sich wieder die Ökosysteme an, so können verschiedene Tierarten und Algen vertrieben werden oder auch aussterben. Der Mensch als jahrhundertelanger Fischer geht dann leider leer aus. Auch hier werden vor allem in Entwicklungsländern wichtige Nahrungsquellen abbrechen.

Riffe im Allgemeinen sind außerdem wahre Superhelden! Sie schützen Inseln vor deren Verformung und Abtragung, indem sie Wasserströme bremsen. Inseln sehen also deshalb so aus, weil es – noch – Riffe gibt.

Und noch ein Faktor und hat mich schwer beeindruckt. Riffe sind Teil der Speicherkarte unseres blauen Planeten. Durch die Gesamtheit der chemischen Vorgänge und der chemischen Zusammensetzung lässt sich die Klimageschichte unserer Erde sehr genau entschlüsseln. Das kann dabei helfen, zukünftiges Klima zu prognostiziert.

„Das Great Barrier Reef ist doch Weltnaturerbe und dadurch geschützt, oder nicht?“

Geschützt kann ein so gigantisches Riff leider nie vollkommen sein. Umweltfaktoren lassen sich nur global eindämmen. Und ganz ehrlich, wer denkt schon daran, dass er gerade dazu beiträgt das Great Barrier Reef zu belasten, wenn er mit dem Auto zur Arbeit fährt?

Damit möchte ich sagen, dass es an dieser Stelle wichtig ist aufzuklären. Denn schaut man sich alle Vorteile an, die Riffe mit sich bringen, so ist das doch unglaublich beeindruckend. So entsteht der Wille auch aktiv etwas für den Erhalt auf Dauer zu leisten. Und so entwickelt der ein oder andere vielleicht auch die Motivation für sich, seinen ökologischen Fußabdruck etwas kleiner zu gestalten.

Es ist wichtig an Tagen wie heute, am 05. Juni viele Menschen zu erreichen, auch wenn es erst mal nur die positiven Seiten sind, die man über das Great Barrier Reef erfährt.

Wie denkt ihr über diesen Tag? Habt ihr Ideen, wie man über solche wichtigen Themen reden und sich austauschen kann? Schreibt es uns gerne in die Kommentare.

Küste aus Vogelperspektive mit schlagenden Wellen bei Kalifornien

Alle Jahre wieder – und das seit genau 48 an der Zahl – setzen wir am 05. Juni ein Zeichen für unsere Welt.

Der Tag der Umwelt gedenkt dem Schutz der Umwelt seit 1972.

Wir blicken auf Ressourcen, die wir bereits verbraucht haben, auf katastrophale Zustände, die aktuell vorherrscht und schreien laut in die Welt was wir zukünftig und ab jetzt zu tun haben.

Aber was können wir denn verlieren? Und was haben wir bereits an ökologischen Einbußen auf unserem Konto? Mit jedem Jahr, dass von zunehmender Umweltverschmutzung und verheerender Klimaerwärmung weiterhin betroffen bleibt, verlieren wir ein Stück mehr unserer Artenvielfalt.

Das Leiden der Artenvielfalt

Zunächst sollten wir uns dazu erst mal anschauen: „Was hat das denn auf sich mit der Artenvielfalt?“

Die Artenvielfalt oder auch Artendiversität genannt, ist ein Teilbereich der Biodiversität. Klingt nach Bio, ist aber super spannend. Diese Biodiversität besteht nämlich aus, der genetischen Vielfalt, der Vielfalt der Ökosysteme sowie der bereits erwähnten Artenvielfalt, die Gesamtheit aller kostbaren Tiere und Pflanzen. Und davon gibt es auf der Erde eine ganze Menge. Laut Wissenschaftlern liegt der Schätzwert zwischen 10 und 100 Millionen Tier- und Pflanzenarten. Leider kann man sich auf solchen Zahlen nicht ausruhen. Betrachtet man die Rote Liste für weltweit bedrohte Tiere und Pflanzen, so werden dort über 31.000 Arten als gefährdet eingestuft. Die IUCN, also die International Union for Conservation auf Nature wurde 1964 gegründet und dient vor allem mit ihrer Roten Liste für gefährdete Tier- und Pflanzenarten als Ansprechpartner für die wahren Fakten.

„Wo leben eigentlich diese Millionen von Tier- und Pflanzenarten?“ Hier ein Beispiel:

Die größten von Lebewesen geschaffenen Ökosysteme sind für uns auf den ersten Blick gar nicht sichtbar. Es sind die im Meer anzutreffenden Korallenriffe. Sie wurden seit sehr vielen Jahren von kleinen Nesseltieren mühsam geschaffen.

Das größte Korallenriff auf unserer blauen Erde ist das Great Barrier Reef an der Ostküste Australiens. Seine wunderschönen einzelnen Teilbereiche präsentieren sich farbenfroh und – noch – lebhaft mit einer Länge von beeindruckenden 2.300 Kilometern. Verglichen mit einer Luftlinie wäre das vom mittleren Deutschland, bis zum oberen Rand Afrikas. Verrückt!

Es wurde 1981 von der UNESCO zum Weltnaturerbe ernannt. Wissenschaftler, die sich jedoch seit Jahren mit der Beobachtung des Great Barrier Reefs beschäftigt haben, sahen auch die Schattenseiten, die das Riff nun bedrohen. Ausgelöst von Umweltverschmutzung und den der Klimaerwärmung geschuldeten steigenden Temperaturen verliert das monumentale Riff an seiner Pracht. Im wahrsten Sinne des Wortes verliert es seine Farbe.

Dieser Prozess wird Korallenbleiche genannt und entsteht, da Korallen, mal mehr mal weniger, sensibel auf diese extremen Temperaturunterschiede reagieren.

Massenbleiche, also das vermehrte Auftreten dieser Bleiche ist bereits bekannt. Schockierend ist jedoch der zeitliche Abstand, den Wissenschaftler dokumentieren. Das Great Barrier Reef leidet zum dritten Mal in nur fünf Jahren an Korallenbleiche.

Aber nicht nur, dass sich ein Stück Weltnaturerbe vielleicht von der Bildfläche verabschiedet, mit ihm auch in tragischer Weise eine Vielzahl an Fischen und anderen Meeresbewohnern. Denn die einzelnen Ökosysteme greifen wie Zahnräder ineinander. Entfernt man ein Teil des Zahnrades, so verändert man die gesamte Kette. Es greift in den kompletten Prozess ein und verändert wiederum andere Ökosysteme. Welche Auswirkungen genau das Absterben des Great Barrier Reefs auf andere Ökosysteme hervorhebt kann man aber nicht genau sagen.

Wissenschaftler prognostizieren aber, dass die Temperatur sich pro Jahr nur konstant um 2 Grad erhöhen darf, um das Riff zu retten.

Denn eine kleine Chance besteht noch. Das Riff benötigt Zeit zur Erholung und zur Regeneration. Dies gelingt ihm, wenn die Temperatur eben nur mäßig steigt und sich das Riff anpassen kann. Klingt logisch, oder? Ist aber leider sehr unwahrscheinlich.

Welche Auswirkungen jedoch für den Menschen entstehen, dass kann ungefähr schon abgewogen werden. Das Riff ist nämlich nicht nur wunderschön anzuschauen, sondern bietet dem Menschen auch zahlreiche Vorteile, die uns so gar nicht bewusst sind.

Unter dem Meeresspiegel sieht es ja eh keiner…

Sehr falsch! Denn bereits der Faktor Schönheit und die Besonderheit spielt für den Menschen in Punkto Tourismus eine große Rolle. Das einmalige Tauch- und Staun-Erlebnis zieht Touristen in Scharen an, was wiederum die Wirtschaft ankurbelt. Tourismus und Fernreisen ist natürlich umwelttechnisch wiederum ein Thema für sich …

Jedoch darf man auch andere Riffe nicht vergessen, die für Entwicklungsländer gerade im Tourismus wichtige wirtschaftliche Stützen sind.

Schaut man sich wieder die Ökosysteme an, so können verschiedene Tierarten und Algen vertrieben werden oder auch aussterben. Der Mensch als jahrhundertelanger Fischer geht dann leider leer aus. Auch hier werden vor allem in Entwicklungsländern wichtige Nahrungsquellen abbrechen.

Riffe im Allgemeinen sind außerdem auch ein wahrer Superheld. Sie schützen Inseln vor deren Verformung und Abtragung, indem sie Wasserströme bremsen. Inseln sehen also deshalb so aus, weil es – noch – Riffe gibt.

Und noch ein Faktor und hat mich schwer beeindruckt. Riffe sind Teil der Speicherkarte unseres blauen Planeten. Durch die Gesamtheit der chemischen Vorgänge und der chemischen Zusammensetzung lässt sich die Klimageschichte unserer Erde sehr genau entschlüsseln. Das kann dabei helfen, zukünftiges Klima zu prognostiziert.

„Das Great Barrier Reef ist doch Weltnaturerbe und dadurch geschützt, oder nicht?“

Geschützt kann ein so gigantisches Riff leider nie vollkommen sein. Umweltfaktoren lassen sich nur global eindämmen. Und ganz ehrlich, wer denkt schon daran, dass er gerade dazu beiträgt das Great Barrier Reef zu belasten, wenn er mit dem Auto zur Arbeit fährt?

Damit möchte ich sagen, dass es an dieser Stelle wichtig ist aufzuklären. Denn schaut man sich alle Vorteile an, die Riffe mit sich bringen, so ist das doch unglaublich beeindruckend. So entsteht der Wille auch aktiv etwas für den Erhalt auf Dauer zu leisten. Und so entwickelt der ein oder andere vielleicht auch die Motivation für sich, seinen ökologischen Fußabdruck etwas kleiner zu gestalten.

Es ist wichtig an Tagen wie heute, am 05. Juni viele Menschen zu erreichen, auch wenn es erst mal nur die positiven Seiten sind, die man über das Great Barrier Reef erfährt.

Wie denkt ihr über diesen Tag? Habt ihr Ideen, wie man über solche wichtigen Themen reden und sich austauschen kann? Schreibt es gerne in die Kommentare.