Was ist Nachhaltigkeit? Definition + Bedeutung

StartseiteUmweltWas ist Nachhaltigkeit? Definition + Bedeutung
Nachhaltigkeit Windräder

Definition Nachhaltigkeit

Laut Duden wird das Wort Nachhaltigkeit definiert als

„Prinzip, nach dem nicht mehr verbraucht werden darf, als jeweils nachwachsen, sich regenerieren, künftig wieder bereitgestellt werden kann.“

Als Schöpfer des Begriffs der Nachhaltigkeit gilt Hans Carl von Carlowitz, der in seinem Werk Sylvicultura oeconomica das forstwirtschaftliche Prinzip begründete, nach dem nicht mehr Holz gefällt werden darf, als jeweils nachwachsen kann.

Weiterentwickelt wurde der Nachhaltigkeitsbegriff durch die sogenannte Brundtland-Kommission, der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen, die 1987 den Brundtland-Bericht veröffentlichte. Der Brundtland-Bericht ist international bekannt für seine Definition des Begriffs der nachhaltigen Entwicklung.

„Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, daß künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können.“

Erkärvideo:
Nachhaltigkeit einfach erklärt

Was bedeutet Nachhaltigkeit?

Nachhaltigkeit wird heute als Gesamtkonzept angesehen, das sich mit Hilfe der 3 Säulen der Nachhaltigkeit veranschaulichen lässt.

Drei Säulen der Nachhaltigkeit

Das Drei-Säulen-Modell einer nachhaltigen Entwicklung vereint neben ökologischen Zielen auch ökonomische und soziale Ziele und stellt somit den interdisziplinären Charakter von Nachhaltigkeit heraus. Das Modell ist als Antwort auf die zumeist einseitig auf den Umweltaspekt bezogene Diskussion einer nachhaltigen Entwicklung zu verstehen. Die drei Säulen Ökologie, Ökonomie und soziale Ziele sollen gleichberechtigt und gleichwertig zueinanderstehen.

Drei Säulen Modell Nachhaltigkeit
Ökologische Nachhaltigkeit

Der ökologische Aspekt der Nachhaltigkeit umfasst viel diskutierte Themen wie den Klimawandel, den Erhalt der Artenvielfalt und den Schutz begrenzter Ressourcen. Damit nachfolgende Generationen auch noch ein gutes Leben haben können, müssen wir unsere Umwelt schützen und mit den vorhandenen Ressourcen sparsam umgehen.

Ökonomische Nachhaltigkeit

Unter der ökonomischen Dimension der Nachhaltigkeit versteht man einen langfristig denkenden unternehmerischen Erfolg, der auf der Aufrechterhaltung der dafür benötigten Ressourcen beruht. Das bedeutet beispielweise, Recycling-Materialien wie Altpapier zu nutzen, um Klopapier herzustellen, anstatt dafür Bäume zu fällen.

Soziale Nachhaltigkeit

Unter sozialer Nachhaltigkeit ist eine gerechte Verteilung von Wohlstand und Bildung unter den Menschen eines Landes wie auch zwischen den verschiedenen Ländern zu verstehen. Auch gleiche Chancen für Männer und Frauen spielen dabei eine wichtige Rolle.

Beispiele für Nachhaltigkeit

Ein zentrales Problem, mit welchem unsere heutige Gesellschaft konfrontiert wird, ist der Klimawandel. Durch eine wachsende Weltbevölkerung und gleichzeitig steigenden Wohlstand wird immer mehr konsumiert, was zu einem vermehrten Ausstoß an Treibhausgasen führt. Damit ist ein Anstieg des globalen Temperatur-Niveaus auf der Erde verbunden. Dies bringt vielfältige negative Auswirkungen mit sich und bedroht die Lebensräume vieler Tiere und Menschen. So kommt es beispielsweise zu einem Abschmelzen der Polkappen, in dessen Folgen der Meeresspiegel ansteigt.

Energie und Mobilität

Um dem Klimawandel entgegenzuwirken, ist ein Umdenken sowohl in unserem Verhalten als auch in unserem Konsum nötig. Wir müssen nachhaltiger mit begrenzten Ressourcen wie z. B. Erdöl umgehen und alternative Wege zur Energiegewinnung finden. Zur Nutzung von regenerativen Energien werden in Deutschland deshalb immer mehr Windräder und Solaranlagen gebaut und die Entwicklung der Automobilbranche geht langfristig hin zu alternativen Antrieben wie E-Autos oder Hybriden. Wer sich beim Thema Mobilität nachhaltiger verhalten möchte, sollte jedoch vorzugsweise mit dem Fahrrad fahren bzw. für längere Strecken den Zug nutzen. Diese Fortbewegungsmittel sind aufgrund ihrer geringen Treibhausgasemissionen am wenigsten umweltschädlich.

Ernährung

Auch beim Thema Ernährung ist ein Umdenken notwendig. So werden beispielsweise bei der Herstellung von Rindfleisch eine weitaus größere Menge an Ressourcen, wie z. B. Wasser und Futtermittel benötigt als bei der Produktion von Kartoffeln oder Hülsenfrüchten. Zudem wird durch die Verdauung der Rinder sehr viel Methan ausgestoßen. Dieses zählt ebenfalls zu den Treibhausgasen und ist darüber hinaus um ein Vielfaches schädlicher als CO2. Viele Nutztiere in Deutschland leben in Massentierhaltung unter schlechten Bedingungen und müssen deshalb mit Medikamenten und Antibiotika behandelt werden. Wir sollten lieber etwas weniger Fleisch essen und dafür auf eine gute Qualität achten, also bspw. Fleisch aus biologischer Aufzucht kaufen. Viele gehen sogar noch weiter und verzichten ganz auf Fleisch oder tierische Lebensmittel und ernähren sich vegetarisch oder vegan.

Fast Fashion

Ein weiteres großes Problem ist unser Konsum von Kleidung, der oft als Fast Fashion bezeichnet wird. Wir kaufen jedes Jahr unzählige neue Kleidungsstücke, die in fernen Ländern unter fragwürdigen Bedingungen hergestellt werden und dann über lange Transportwege nach Europa verschifft werden. Das entspricht leider in keiner Weise dem nachhaltigen Gedanken und widerspricht sowohl ökologischer, ökonomischer als auch sozialer Nachhaltigkeit. Auch sollten wir unsere alten Kleidungsstücke lieber weiterverkaufen oder verschenken, anstatt sie wegzuschmeißen.

Wir alle sollten uns gut überlegen, was wir wirklich brauchen und mehr darauf achten, wo und wie die Dinge hergestellt werden, die wir kaufen. Damit wäre bereits ein großer Schritt getan.

Was ist Nachhaltigkeit? Definition + Bedeutung

StartseiteUmweltWas ist Nachhaltigkeit? Definition + Bedeutung
Nachhaltigkeit Windräder

Definition Nachhaltigkeit

Laut Duden wird das Wort Nachhaltigkeit definiert als

„Prinzip, nach dem nicht mehr verbraucht werden darf, als jeweils nachwachsen, sich regenerieren, künftig wieder bereitgestellt werden kann.“

Als Schöpfer des Begriffs der Nachhaltigkeit gilt Hans Carl von Carlowitz, der in seinem Werk Sylvicultura oeconomica das forstwirtschaftliche Prinzip begründete, nach dem nicht mehr Holz gefällt werden darf, als jeweils nachwachsen kann.

Weiterentwickelt wurde der Nachhaltigkeitsbegriff durch die sogenannte Brundtland-Kommission, der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen, die 1987 den Brundtland-Bericht veröffentlichte. Der Brundtland-Bericht ist international bekannt für seine Definition des Begriffs der nachhaltigen Entwicklung.

„Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, daß künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können.“

Erkärvideo:
Nachhaltigkeit einfach erklärt

Was bedeutet Nachhaltigkeit?

Nachhaltigkeit wird heute als Gesamtkonzept angesehen, das sich mit Hilfe der 3 Säulen der Nachhaltigkeit veranschaulichen lässt.

Drei Säulen der Nachhaltigkeit

Das Drei-Säulen-Modell einer nachhaltigen Entwicklung vereint neben ökologischen Zielen auch ökonomische und soziale Ziele und stellt somit den interdisziplinären Charakter von Nachhaltigkeit heraus. Das Modell ist als Antwort auf die zumeist einseitig auf den Umweltaspekt bezogene Diskussion einer nachhaltigen Entwicklung zu verstehen. Die drei Säulen Ökologie, Ökonomie und soziale Ziele sollen gleichberechtigt und gleichwertig zueinanderstehen.

Drei Säulen Modell Nachhaltigkeit
Ökologische Nachhaltigkeit

Der ökologische Aspekt der Nachhaltigkeit umfasst viel diskutierte Themen wie den Klimawandel, den Erhalt der Artenvielfalt und den Schutz begrenzter Ressourcen. Damit nachfolgende Generationen auch noch ein gutes Leben haben können, müssen wir unsere Umwelt schützen und mit den vorhandenen Ressourcen sparsam umgehen.

Ökonomische Nachhaltigkeit

Unter der ökonomischen Dimension der Nachhaltigkeit versteht man einen langfristig denkenden unternehmerischen Erfolg, der auf der Aufrechterhaltung der dafür benötigten Ressourcen beruht. Das bedeutet beispielweise, Recycling-Materialien wie Altpapier zu nutzen, um Klopapier herzustellen, anstatt dafür Bäume zu fällen.

Soziale Nachhaltigkeit

Unter sozialer Nachhaltigkeit ist eine gerechte Verteilung von Wohlstand und Bildung unter den Menschen eines Landes wie auch zwischen den verschiedenen Ländern zu verstehen. Auch gleiche Chancen für Männer und Frauen spielen dabei eine wichtige Rolle.

Beispiele für Nachhaltigkeit

Ein zentrales Problem, mit welchem unsere heutige Gesellschaft konfrontiert wird, ist der Klimawandel. Durch eine wachsende Weltbevölkerung und gleichzeitig steigenden Wohlstand wird immer mehr konsumiert, was zu einem vermehrten Ausstoß an Treibhausgasen führt. Damit ist ein Anstieg des globalen Temperatur-Niveaus auf der Erde verbunden. Dies bringt vielfältige negative Auswirkungen mit sich und bedroht die Lebensräume vieler Tiere und Menschen. So kommt es beispielsweise zu einem Abschmelzen der Polkappen, in dessen Folgen der Meeresspiegel ansteigt.

Energie und Mobilität

Um dem Klimawandel entgegenzuwirken, ist ein Umdenken sowohl in unserem Verhalten als auch in unserem Konsum nötig. Wir müssen nachhaltiger mit begrenzten Ressourcen wie z. B. Erdöl umgehen und alternative Wege zur Energiegewinnung finden. Zur Nutzung von regenerativen Energien werden in Deutschland deshalb immer mehr Windräder und Solaranlagen gebaut und die Entwicklung der Automobilbranche geht langfristig hin zu alternativen Antrieben wie E-Autos oder Hybriden. Wer sich beim Thema Mobilität nachhaltiger verhalten möchte, sollte jedoch vorzugsweise mit dem Fahrrad fahren bzw. für längere Strecken den Zug nutzen. Diese Fortbewegungsmittel sind aufgrund ihrer geringen Treibhausgasemissionen am wenigsten umweltschädlich.

Ernährung

Auch beim Thema Ernährung ist ein Umdenken notwendig. So werden beispielsweise bei der Herstellung von Rindfleisch eine weitaus größere Menge an Ressourcen, wie z. B. Wasser und Futtermittel benötigt als bei der Produktion von Kartoffeln oder Hülsenfrüchten. Zudem wird durch die Verdauung der Rinder sehr viel Methan ausgestoßen. Dieses zählt ebenfalls zu den Treibhausgasen und ist darüber hinaus um ein Vielfaches schädlicher als CO2. Viele Nutztiere in Deutschland leben in Massentierhaltung unter schlechten Bedingungen und müssen deshalb mit Medikamenten und Antibiotika behandelt werden. Wir sollten lieber etwas weniger Fleisch essen und dafür auf eine gute Qualität achten, also bspw. Fleisch aus biologischer Aufzucht kaufen. Viele gehen sogar noch weiter und verzichten ganz auf Fleisch oder tierische Lebensmittel und ernähren sich vegetarisch oder vegan.

Fast Fashion

Ein weiteres großes Problem ist unser Konsum von Kleidung, der oft als Fast Fashion bezeichnet wird. Wir kaufen jedes Jahr unzählige neue Kleidungsstücke, die in fernen Ländern unter fragwürdigen Bedingungen hergestellt werden und dann über lange Transportwege nach Europa verschifft werden. Das entspricht leider in keiner Weise dem nachhaltigen Gedanken und widerspricht sowohl ökologischer, ökonomischer als auch sozialer Nachhaltigkeit. Auch sollten wir unsere alten Kleidungsstücke lieber weiterverkaufen oder verschenken, anstatt sie wegzuschmeißen.

Wir alle sollten uns gut überlegen, was wir wirklich brauchen und mehr darauf achten, wo und wie die Dinge hergestellt werden, die wir kaufen. Damit wäre bereits ein großer Schritt getan.