Am 8 Juni findet der UN-Welttag der Ozeane und Meere statt. Seit 2009 soll dieser Tag die Bevölkerung daran erinnern, wie wichtig die ökologische Rolle der Meere für uns ist. Die Weltmeere liefern Nahrung für ungefähr 3 Milliarden Menschen und speichern einen erheblichen Anteil von Kohlenstoffdioxiden, welche von der Menschheit erzeugt wurden. Trotzdem sind sie leidtragende unserer Umweltkatastrophen. Deshalb soll dieser Tag uns auf die Bedrohung der Ozeane sensibilisieren.

Greenpeace, Forschungseinrichtungen und Organisationen unterstützen diesen Tag mit unterschiedlichen Aktionen, aber die Staaten selbst unterstützen und informieren.

  • Kann sich die UN für die Weltmeere einsetzen?

  • Welche sind die größten Gefahren für die Meere?

  • Fischerei – Wenn die Unendlichkeit endlich wird

  • Das Meer wird sauer

  • Die Auswirkungen der Klimaerwärmung auf die Meere

  • Plastik – der Schrecken jeder Natur

  • Bodenschätze und Naturkatastrophen

  • Es gibt Hoffnung

Übrigens existiert der Tag der Meere schon seit 1992. Aber erst seit 2009 wurde dieser von den UN-Mitgliedsländern ins Leben gerufen. Das bedeutet auch, dass sich an diesem Tag versammelt wird, um über den Schutz der Meere zu diskutieren. Dabei werden die nächsten Schritte verhandelt und neue Gesetze und Regelungen erlassen.

Kann sich die UN für die Weltmeere einsetzen?

Trotz der Größe und Macht von der Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen geht es leider nur schleppend voran.

Obwohl mit den Vereinten Staaten viele neue Beschlüsse und Regelungen aufgestellt wurden, ist die Umsetzung alles andere als einfach. Viele Staaten können oder wollen sich nicht an die hohen Anforderungen halten. Bspw. legt China mehr Wert auf ihren wirtschaftlichen Wachstum, andere dagegen haben nicht die Mittel die Regelungen durchzusetzen und Verstöße zu bestrafen. Deshalb gibt es oft Kritik gegenüber der UN, man sollte mehr für die Umsetzung tun, anstatt neue Beschlüsse zu verabschieden.

Welche sind die größten Gefahren für die Meere?

Die Gefahren sind weitreichend und wurden viel zu lange nicht beachtet. Das liegt vor allem daran, dass keiner die Verantwortung für internationale Gewässer übernehmen will, aber auch weil eine Verfolgung der Straftaten auf See schwer zu bewerkstelligen ist.

Ein gutes Beispiel ist die aktuelle Ölpest in Brasilien, seit Monaten wird Öl an Urlaubsstränden angespült und zurzeit lässt sich kein Verursacher ausfindig machen.

Die größten Gefahren lassen sich in diesen 5 Punkten festhalten:

Fischerei – Wenn die Unendlichkeit endlich wird.

Lange ging man davon aus, dass die Anzahl der Fische, die Größe der Meere und die rasche Reproduktion die Menschen für immer mit Fisch als Nahrung versorgen würde. Heute wissen wir es leider besser.

Weltweit sind 33 Prozent der Fischbestände überfischt und 60 Prozent an ihren Grenzen. Nur 7 Prozent geben einem die Möglichkeit noch vernünftig zu fischen.

Fischerei in unseren Meeren

Viele Arten sind durch die Überfischung schon ausgestorben und weitere vom Aussterben bedroht. Das Gefährliche an dieser Überfischung sind nicht die berechenbaren Folgen der immer weniger werdenden Fische, sondern, dass die großen Ozeane eine eigene Natur haben, die in Millionen von Jahren sich einem Gleichgewicht angepasst hat. In dieses Gleichgewicht greifen wir ein, indem wir zum Beispiel einen sehr hohen Verbrauch an Sardinen haben. Dadurch haben Delfine, Wale, Haie und Thunfische deutlicher weniger Nahrung. Dies sorgt dafür, dass die Population sinkt und andere Fressfeinde weniger zum Fressen haben. Auch Pflanzen und Kleinstlebewesen sind von diesem Kreislauf abhängig.

Aber auch Menschen ärmerer Herkunft leider darunter. Zum Beispiel die Fischer des afrikanischen Staates Senegal. Diese haben schon seit Jahren mit der Überfischung zu kämpfen. Große industrielle Schiffe fischen in Ihrem Gebiet die Meere leer, obwohl dies illegal ist. Dazu gehören auch europäische Schiffe, die unter senegalesischer Flagge fahren und fischen. Aus dieser Notlage heraus werden viele Fischer dann zu Piraten und versuchen auf anderem Wege ihre Familien zu versorgen. Wer sich selbst einen kleinen Einblick verschaffen will, dem empfehle ich die Reportage von ARTE mit dem Namen „Jagd auf die Plünderer der Meere“.

Das Meer wird sauer

Wenn das Meer Emotionen hätte wie ein Mensch, dann wäre es wahrscheinlich sauer – sehr sogar.

Aber hier ist die Rede von dem pH-Wert des Wassers. Dabei meint es das Meer sehr gut mit uns, es absorbiert einen großen Teil der von uns produzierten Kohlendioxide. Diese entstehen bei der Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas. Beim Absorbieren von CO2 sinkt der pH-Wert der Ozeane und bringt das Gleichgewicht der Natur durcheinander.

Seit der industriellen Revolution ist der Säuregehalt um 26 Prozent gestiegen. In 80 Jahren soll er Rechnungen zufolge bei 105 Prozent liegen, demnach wäre der Säuregehalt höher, als er jemals in den vergangenen 50 Millionen Jahren war. Dabei wird das Meer nicht sauer, sondern weniger basisch – was für die Natur nicht besser ist.

Daraus resultiert ein großes Problem für die vielen Korallen und Schalentiere. Ihre Fähigkeit zum Aufbau von Skeletten und Schalen mindert sich durch die Veränderungen im Wasser. Gut zu beobachten ist dies in Australien am Great Barrier Reef, die größte zusammenhängende Anreihung von Korallenriffen auf der ganzen Welt. Mit 2300 Kilometer ist er fast drei Mal länger als Deutschland (Ausdehnung Nord – Süd).

Doch die komplexen Ökosysteme der Korallen bleichen aus. Zwischen 1985 und 2012 hat das Riff die Hälfte seiner Korallen verloren. Wegen der Versauerung der Meere haben die Korallen kaum eine Chance zum Überleben und zum Wachsen. Denn der Wachstum ist abhängig von Kalkabsonderungen der Koralle selbst und diese ist sehr eingeschränkt durch das basische Wasser. Aber auch die Erwärmung der Meere trägt hier Schuld.

Die Auswirkung der Klimaerwärmung

Auch die Wärme der Atmosphäre wird vom Meer absorbiert. Dementsprechend erwärmt sich das Meer mit der globalen Erwärmung. Die Probleme sind weitreichend bekannt. Die Verdunstung schreitet stärker voran und sorgt für starke Regenfälle und Überflutungen. Auch die historischen Brände in Australien 2019 waren ein Resultat der immer heißer werdenden Ozeane.

Hinzu wird der gelöste Sauerstoff im Wasser reduziert. Das hat erhebliche Auswirkungen auf die Bewohner der Meere, aber insbesondere auf Korallen und Schalentiere. Pflanzen wie Algen profitieren von der Wärme, verbrauchen aber nachts sehr viel Sauerstoff und rauben den Fischen diesen. Deshalb wandern die Fische weiter in den kühleren Norden. Daraus resultiert eine Verzerrung der Nahrungsketten und das Gleichgewicht der Natur kann sich nicht mehr halten.

Neben fehlender Nahrung gibt es noch ein weiteres Problem für viele Meeresbewohner, und zwar eine sehr ungesunde Nahrung – Plastik, um genau zu sein.

Plastik – der Schrecken jeder Natur

Jährlich überfluten rund 10 Millionen Tonnen Plastikabfall das Meer. Aufgrund der Strömungen versammelt sich das Plastik zu sogenannten Müllinseln.

Dabei haben sich fünf große Müllstrudel entwickelt. Zwei von diesen Plastikinseln befinden sich im Pazifik, weitere zwei im Atlantik und der fünfte im Indischen Ozean. Der größte befindet sich im Nordpazifik und hat eine Fläche von Mitteleuropa. Das Plastik sinkt auch in die schwer erreichbare Tiefe der Meere und ist somit für die Wissenschaftler zur Berechnung nicht einsehbar.

Das größte Problem bereitet das Plastik den Meeresbewohner, die es als Essen verwechseln oder sich darin verfangen. Das sorgt dafür, dass Tiere mit vollem Magen verhungern. Wale, Delfine und Schildkröten verheddern sich etwa in Sixpack-Plastik und alten Fangnetzen und ertrinken qualvoll. Jedes Jahr sterben dadurch etwa 1.000.000 Seevögel und 100.000 Tiere im Meer. Wobei die Dunkelziffer weitaus höher sein dürfte, vor allem bei den Meeresbewohnern.

Um sich die Zahlen besser vorstellen zu können hier ein Vergleich:

Laut den Vereinten Nationen befinden sich auf einer Fläche so groß wie der Europapark etwa 18.000 Plastikteile. Mehr als 70 % davon ist zu tief zum Abfischen. Hinzu kommt noch das Mikroplastik, welches wie ein Magnet für Umweltgifte fungiert.

Dabei spielt Deutschland auch eine nicht unerhebliche Rolle. Trotz des vielen Recyclings liegt unser Land auf Platz 5 der größten Müllproduzenten. Noch mehr produziert die USA, China, Brasilien und Japan. Wer viel Plastik produziert muss diesen auch herstellen…

Bodenschätze und Naturkatastrophen

Um Plastik herzustellen benötigt man Erdöl und um unseren Verbrauch zu stillen braucht man sehr viel Erdöl. 100 Millionen Barrel pro Tag, um genau zu sein. Würde man heutzutage ein Vorkommen mit 100 Millionen Barrel Öl finden wäre die Freude groß, sehr sogar. Denn so ein Vorkommen zählt zu den Größten.

Das zeigt wie groß unser Durst nach Erdöl ist. Sogar so groß, dass wir schon vor langer Zeit angefangen haben im Meer danach zu suchen. Mit großen Ölplattformen wird danach gebohrt. Naturkatastrophen vorprogrammiert!

Die Größte ereignete sich am 20. April 2010, als die Bohrplattform „Deepwater Horizon“ in Flammen aufgeht und versinkt. Durch hohen Druck von den Leitenden werden Warnhinweise von Ingenieuren und der Technik ignoriert und ein vermeidbarer Gasaustritt nicht bemerkt. Als das Gas unter der Erde explodiert und die Plattform in einem Flammeninferno versinkt, nimmt die Katastrophe ihren Lauf. 780 Millionen Liter Öl werden aus der Bohrung austreten und in den Golf von Mexico fließen. Bis heute hat sich dieser davon nicht erholt. Wochenlang bedeckte ein Ölteppich die Meere und Strände. Bilder von Vögeln, die komplett in Öl bedeckt sind erinnern an diesen Tag.

Es gibt Hoffnung

So düster es zurzeit für unsere Umwelt und Natur auch aussehen mag, aufgeben ist nicht. Viel ist noch zu retten! Oft erholt sich die Natur, wenn man ihr eine Pause gönnt und sie besser behandelt. Auch der Staat erkennt langsam wie wichtig dieses Thema ist. Zwar sind viele Gesetze noch zu mild aber einige geben auch Hoffnung.

So auch das neue Gesetz der EU, welches besagt, dass Wegwerfprodukte aus Plastik ab 2021 nicht mehr verkauft werden dürfen. Das wäre das Aus für Einwegbesteck, Wattestäbchen und Strohhalme aus Plastik. Ein kleiner, aber wichtiger Schritt nach vorne.

Du möchtest mehr über die Probleme der Umwelt erfahren? Dann schau dir unseren Beitrag zum Tag der Umwelt an.

Am 8 Juni findet der UN-Welttag der Ozeane und Meere statt. Seit 2009 soll dieser Tag die Bevölkerung daran erinnern, wie wichtig die ökologische Rolle unserer Meere für uns ist. Die Weltmeere liefern Nahrung für ungefähr 3 Milliarden Menschen und speichern einen erheblichen Anteil den uns erzeugten Kohlenstoffdioxide. Trotzdem sind sie leidtragende unserer Umweltkatastrophen. Deshalb soll dieser Tag uns auf die Bedrohung der Ozeane sensibilisieren.

Greenpeace, Forschungseinrichtungen und Organisationen unterstützen diesen Tag mit unterschiedlichen Aktionen, aber die Staaten selbst unterstützen und informieren.

Übrigens existiert der Tag der Meere schon seit 1992. Aber erst seit 2009 wurde dieser von den UN-Mitgliedsländern ins Leben gerufen. Das bedeutet auch, dass sich an diesem Tag versammelt wird, um über den Schutz der Meere zu diskutieren. Dabei werden die nächsten Schritte verhandelt und neue Gesetze und Regelungen erlassen.

Kann sich die UN für die Weltmeere einsetzen?

Trotz der Größe und Macht von der Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen geht es nur schleppend voran.

Obwohl mit den Vereinten Staaten viele neue Beschlüsse und Regelungen aufgestellt wurden, ist die Umsetzung alles andere als einfach. Viele Staaten können oder wollen sich nicht an die hohen Anforderungen halten. Einige Staaten wie China legen mehr Wert auf den wirtschaftlichen Wachstum, andere haben nicht die Mittel die Regelungen durchzusetzen und Verstöße zu bestrafen. Deshalb gibt es oft Kritik an die UN, man sollte mehr für die Umsetzung tun, anstatt neue Beschlüsse zu verabschieden.

Welche sind die größten Gefahren für die Meere?

Die Gefahren sind weitreichend und wurden viel zu lange nicht beachtet.Das liegt vor allem daran, dass keiner die Verantwortung für internationale Gewässer übernehmen will, aber auch weil eine Verfolgung der Straftaten auf See schwer zu bewerkstelligen ist.

Ein gutes Beispiel ist die aktuelle Ölpest in Brasilien, seit Monaten wird Öl an Urlaubsstränden angespült und zurzeit lässt sich kein Verursacher ausfindig machen.

Die größten Gefahren lassen sich in diesen 5 Punkten festhalten:

Fischerei – Wenn die Unendlichkeit endlich wird.

Lange ging man davon aus, dass die Anzahl der Fische, die Größe der Meere und die rasche Reproduktion die Menschen für immer mit Fisch als Nahrung versorgen würde. Heute wissen wir es leider besser.

Weltweit sind 33 Prozent der Fischbestände überfischt und 60 Prozent an ihren Grenzen. Nur 7 Prozent geben einem die Möglichkeit noch vernünftig zu fischen.

Fischerei in unseren Meeren

Viele Arten sind durch die Überfischung schon ausgestorben und weitere vom Aussterben bedroht. Das Gefährliche an dieser Überfischung sind nicht die berechenbaren Folgen der immer weniger werdenden Fische, sondern, dass die großen Ozeane eine eigene Natur haben, die in Millionen von Jahren sich einem Gleichgewicht angepasst hat. In dieses Gleichgewicht greifen wir ein, indem wir zum Beispiel einen sehr hohen Verbrauch an Sardinen haben. Dadurch haben Delfine, Wale, Haie und Thunfische deutlicher weniger zu essen. Dies sorgt dafür, dass die Population sinkt und andere Fressfeinde weniger zum Fressen haben. Auch Pflanzen und Kleinstlebewesen sind von diesem Kreislauf abhängig.

Aber auch Menschen ärmerer Herkunft leider darunter. Zum Beispiel die Fischer des afrikanischen Staates Senegal. Diese haben schon seit Jahren mit der Überfischung zu kämpfen. Große industrielle Schiffe fischen in Ihrem Gebiet die Meere leer, obwohl dies illegal ist. Dazu gehören auch europäische Schiffe, die unter senegalesischer Flagge fahren und fischen. Aus dieser Notlage heraus werden viele Fischer dann zu Piraten und versuchen auf anderem Wege ihre Familien zu versorgen. Wer sich selbst einen kleinen Einblick verschaffen will, dem empfehle ich die Reportage von ARTE mit dem Namen „Jagd auf die Plünderer der Meere“.

Das Meer wird sauer

Wenn das Meer Emotionen hätte wie ein Mensch, dann wäre es wahrscheinlich sauer – sehr sogar.

Aber hier ist die Rede von dem pH-Wert des Wassers. Dabei meint es das Meer sehr gut mit uns, es absorbiert einen großen Teil der von uns produzierten Kohlendioxide. Diese entstehen bei der Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas. Beim Absorbieren von CO2 sinkt der pH-Wert der Ozeane und bringt das Gleichgewicht der Natur durcheinander.

Seit der industriellen Revolution ist der Säuregehalt um 26 Prozent gestiegen. In 80 Jahren soll er Rechnungen zufolge bei 105 Prozent liegen, demnach wäre der Säuregehalt höher, als er jemals in den vergangenen 50 Millionen Jahren war. Dabei wird das Meer nicht sauer, sondern weniger basisch – was für die Natur nicht besser ist.

Daraus resultiert ein großes Problem für die vielen Korallen und Schalentiere. Ihre Fähigkeit zum Aufbau von Skeletten und Schalen mindert sich durch die Veränderungen im Wasser. Gut zu beobachten ist dies in Australien am Great Barrier Reef, die größte zusammenhängende Anreihung von Korallenriffen auf der ganzen Welt. Mit 2300 Kilometer ist er fast drei Mal länger als Deutschland (Ausdehnung Nord – Süd).

Doch die komplexen Ökosysteme der Korallen bleichen aus. Zwischen 1985 und 2012 hat das Riff die Hälfte seiner Korallen verloren. Wegen der Versauerung der Meere haben die Korallen kaum eine Chance zum Überlegen und zum Wachsen. Denn der Wachstum ist abhängig von Kalkabsonderungen der Koralle selbst und diese ist sehr eingeschränkt durch das basische Wasser. Aber auch die Erwärmung der Meere hat eine Schuld.

Die Auswirkung der Klimaerwärmung auf die Meere

Auch die Wärme der Atmosphäre wird vom Meer absorbiert. Dementsprechend erwärmt sich das Meer mit der globalen Erwärmung. Die Probleme sind weitreichend bekannt. Die Verdunstung schreitet stärker voran und sorgt für starke Regenfälle und Überflutungen. Auch die historischen Brände in Australien 2019 waren ein Resultat der immer heißer werdenden Ozeane.

Hinzu wird der gelöste Sauerstoff im Wasser reduziert. Das hat erhebliche Auswirkungen auf die Bewohner der Meere, aber insbesondere auf Korallen und Schalentiere. Pflanzen wie Algen profitieren von der Wärme, verbrauchen aber nachts sehr viel Sauerstoff und rauben den Fischen diesen. Deshalb wandern die Fische weiter in den kühleren Norden, daraus resultiert eine Verzerrung der Nahrungsketten und das Gleichgewicht der Natur kann sich nicht mehr halten.

Neben fehlender Nahrung gibt es noch ein weiteres Problem für viele Meeresbewohner, und zwar eine sehr ungesunde Nahrung – Plastik, um genau zu sein.

Plastik – der Schrecken jeder Natur

Jährlich überfluten rund 10 Millionen Tonnen Plastikabfall das Meer. Aufgrund der Strömungen versammelt sich das Plastik zu sogenannten Müllinseln.

Dabei haben sich fünf große Müllstrudel entwickelt. Zwei von diesen Plastikinseln befinden sich im Pazifik, weitere zwei im Atlantik und der fünfte im Indischen Ozean. Der größte befindet sich im Nordpazifik und hat eine Fläche von Mitteleuropa. Das Plastik sinkt auch in die schwer erreichbare Tiefe der Meere und ist somit für die Wissenschaftler zur Berechnung nicht einsehbar.

Das größte Problem bereitet das Plastik den Meeresbewohner, die es als Essen verwechseln oder sich darin verfangen. Das sorgt dafür, dass Tiere mit vollem Magen verhungern. Wale, Delfine und Schildkröten verheddern sich etwa in Sixpack-Plastik und alten Fangnetzen und ertrinken qualvoll. Jedes Jahr sterben dadurch etwa 1.000.000 Seevögel und 100.000 Tiere im Meer. Wobei die dunkle Ziffer weitaus höher sein dürfte, vor allem bei den Meeresbewohnern.

Um sich die Zahlen besser vorstellen zu können hier ein Vergleich:

Lautden Vereinten Nationen befinden sich auf einer Fläche so groß wie der Europapark etwa 18.000 Plastikteile. Mehr als 70 % davon ist zu tief zum Abfischen. Hinzu kommt noch das Mikroplastik, welches wie ein Magnet für Umweltgifte fungiert.

Dabei spielt Deutschland auch eine nicht unerhebliche Rolle. Trotz des vielen Recyclings liegt unser Land auf Platz 5 der größten Müllproduzenten. Noch mehr produziert die USA, China, Brasilien und Japan. Wer viel Plastik produziert muss diesen auch herstellen…

Bodenschätze und Naturkatastrophen

Um Plastik herzustellen benötigt man Erdöl, um unseren Verbrauch zu stillen braucht man sehr viel Erdöl. 100 Millionen Barrel pro Tag, um genau zu sein. Würde man heutzutage ein Vorkommen mit 100 Millionen Barrel Öl finden wäre die Freude groß, sehr sogar. Den so ein Vorkommen zählt zu den Riesigen.

Das zeigt wie groß unserer Durst nach Erdöl ist. Der Durst ist so groß, dass wir schon vor langer Zeit angefangen haben im Meer danach zu suchen. Mit großen Ölplattformen wird danach gebohrt. Naturkatastrophen vorprogrammiert!

Die Größte ereignete sich am 20. April 2010, als die Bohrplattform „Deepwater Horizon“ in Flammen aufgeht und versinkt. Durch hohen Druck von den Leitenden werden Warnhinweise von Ingenieuren und der Technik ignoriert und ein vermeidbarer Gasaustritt nicht bemerkt. Als das Gas unter der Erde explodiert und die Plattform in einem Flammeninferno versinkt, nimmt die Katastrophe ihren Lauf. 780 Millionen Liter Öl werden aus der Bohrung austreten und in den Golf von Mexico fließen. Bis heute hat sich dieser davon nicht erholt. Wochenlang bedeckte ein Ölteppich die Meere und Strände. Bilder von Vögeln, die komplett in Öl bedeckt sind erinnern an diesen Tag.

Es gibt Hoffnung

So düster es zurzeit für unsere Umwelt und Natur auch aussehen mag, aufgeben ist nicht. Viel ist noch zu retten! Oft erholt sich die Natur, wenn man ihr eine Pause gönnt und sie besser behandelt. Auch der Staat erkennt langsam wie wichtig dieses Thema ist. Zwar sind viele Gesetze noch zu mild aber einige geben auch Hoffnung.

So auch das neue Gesetz der EU, welches besagt, dass Wegwerfprodukte aus Plastik ab 2021 nicht mehr verkauft werden dürfen. Das wäre das Aus für Einwegbesteck, Wattestäbchen und Strohhalme aus Plastik. Ein kleiner, aber wichtiger Schritt nach vorne.

Du möchtest mehr über die Probleme der Umwelt erfahren? Dann schau dir unseren Beitrag zum Tag der Umwelt an.