Bienenwachstücher sind DIE Alternative zu Alu- oder Frischhaltefolie. Kein Wunder! Durch ihre Herstellung mit Bienenwachs, welcher antibakteriell wirkt, eignen sie sich hervorragend zum Bewahren von Lebensmitteln. Sie sind unglaublich nachhaltig und gar nicht mal so schwer zu machen, wie ich festgestellt habe.

Die wichtigsten Hinweise zuerst

Es gibt ein paar Dinge, die du besser vor dem Prozess wissen solltest. Zum Beispiel eignen sich Bienenwachstücher nicht für die Aufbewahrung von rohem Fleisch und Fisch. Alle Lebensmittel, die du sicher verstauen möchtest, müssen vor dem Einpacken gut auskühlen. Der Trend ist zwar schon seit ein paar Jahren unter den wahren Nachhaltigkeits-Begeisterten vertreten, trotzdem lässt sich auch noch viel Halbwissen im Netz finden. Wir haben das Nötigste für dich zusammengefasst.

Welchen Stoff brauche ich für Bienenwachstücher?

Kleine Stoffstücke, große Stücke, alte Stoffreste oder neu gekaufte – das ist egal. Viele schneiden sich ihr Tuch auch selbst zurecht. Vorteil: die Form und Größe ist ganz individuell gestaltbar und du kannst sie auch auf deine persönlichen Küchenutensilien abstimmen. Wichtig hierbei ist, dass es sich um Baumwolltücher handelt. Bitte reinige das Tuch vorher gründlich. Dafür am besten bei 60 Grad waschen. Nach dem das Tuch mit Bienenwachs versiegelt ist, lässt es sich nicht mehr in dieser Weise waschen. Zudem darf das Tuch dann auch gar nicht mehr mit heißem Wasser in Verbindung kommen.

Was darf alles in das Wachs? Öl vielleicht?

Nein. Oftmals liest man, dass ätherische oder kosmetische Öle dem ganzen einen angenehmen Geruch mitgeben oder weitere fördernde Inhaltsstoffe verschaffen. Das braucht ihr nicht und das ist auch gar nicht mal so gut. Während das Wachs höchstens etwas bröselig wird, verdirbt das Öl und wird ranzig. Das Wachs kann man dagegen zu jeder Zeit wieder erneuern.

Alles klar und welches Wachs nehme ich dann?

Wo ihr das Bienenwachs bezieht kann ganz unterschiedlich sein. Beispielsweise in der Apotheke oder bei sehr vielen Anbietern im Internet. Wer jedoch auch hier einen nachhaltigen Schritt gehen möchte, der fragt bei den Imkern in seiner Region nach, um diese zu unterstützen. Außerdem bieten manche Imker ihr Bienenwachs auch online an, sodass man es dort kaufen kann.

Wachs ist aber nicht gleich Wachs. Achte darauf, dass du 100% reines Bienenwachs verwendest. Kerzenwachs beispielsweise ist tabu! Es enthält zu viele Giftstoffe und eignet sich daher überhaupt nicht.

Wie reinige ich die Tücher und wie bewahre sie anschließend auf?

Für die Reinigung nach der Nutzung gilt: grober Schmutz wird mit kaltem oder lauwarmem Wasser behutsam abgerieben. Am besten einfach ein Reinigungstuch mit lauwarmem Wasser anfeuchten und dann reinigen. Hartnäckiger Schmutz kann schon mal die Beihilfe von Spülmittel erfordern. Hier aber bitte umweltfreundliches verwenden. Eine Anleitung dafür findest du in einem Beitrag zum Thema „selbst hergestelltes Putzmittel“  von uns. Für geruchsintensive Lebensmittel wie Zwiebeln oder Knoblauch lohnt es sich eigene Bienenwachstücher herzustellen, welche dann nur für diese Lebensmittel verwendet werden. Dies hat keine besonderen hygienischen Gründe. Leider überträgt sich jedoch der beißende Geruch auf die Tücher und können so auch andere Lebensmittel mit Gerüchen belasten.

Dann kannst du die Bienenwachstücher einfach verstauen und später wieder herausnehmen, wenn du sie brauchst.

Das brauchst du alles für deine nachhaltige Alternative

Du siehst also, der Aufwand ist äußerst gering, trotzdem erhältst du danach ein unglaublich tolles Küchengadget. So einfach, so praktisch und dennoch verwenden es so wenige. Du brauchst:

0
Lagen Backpapier
0
Töpfe für ein Wasserbad zum schmelzen
0
Bügeleisen
0
Schere
0
Pinsel
  • Bienenwachs in reiner Form (beginne mit etwas kleineren Mengen, du kannst immer wieder nachschmelzen)
  • Baumwolltücher

Und jetzt Schritt für Schritt

Mit der Schere schneidet ihr aus eurem Stoff die gewünschte Größe und Form aus, die euer Bienenwachstuch später einnehmen soll. Am besten eignen sich dafür runde oder viereckige Formen. Vergleicht die Größe am besten mit Schalen und Schüsseln, die ihr zuhause habt und später bedecken wollt.

Das Bienenwachs wird vorsichtig im Wasserbad geschmolzen. Dafür einfach das Wachs in die kleinere Schale oder in einen kleineren Topf geben und in ein Wasserbad stellen. Durch Rühren merkt ihr, wenn das Wachs zu schmelzen beginnt. 

Ist das Wachs vollkommen geschmolzen, dann gilt höchste Eile. Großzügig wird es auf dem zuvor zurechtgeschnittenen Stoff mit einem Pinsel verteilt. Dabei muss es noch nicht vollkommen akkurat oder gleichmäßig bestrichen sein. Legt es dafür auf eine Lage Backpapier.

Denn jetzt wird das zweite Backpapier daraufgelegt und einmal drüber gebügelt. Dabei verläuft das Wachs, es wird also nochmals flüssig und verteilt sich so perfekt im kompletten Stoff. Das Wachs läuft an den Seiten etwas aus, gebt also acht, dass euer Tuch nicht direkt am Rand des Backpapiers liegt.

Dann zieht die zweite Lage Backpapier zügig ab und haltet das Bienenwachstuch für ein paar Sekunden in der Luft. So kann es gut antrocknen, bevor ihr es zum vollkommenen auskühlen zur Seite legt.

Wer sich gar nicht mit dieser Variation identifizieren kann, der kann das Ganze auch im Backofen versuchen. Hierzu das Bienenwachs in kleinen Stücken auf dem Tuch verteilen und auf einem Backblech bei 90 Grad erwärmen, bis das Wachs geschmolzen ist. Hierbei leiden jedoch eure Bleche ganz schön und ein gleichmäßiges Ergebnis ist auch nicht garantiert.

Wie verwende ich die Bienenwachstücher und wie lange sind diese dann haltbar?

Die nützlichen Alternativen zu beispielsweise Frischhaltefolie funktionieren ähnlich. Sie dienen als Aufbewahrung oder als Abdeckung. Du kannst also deine Lebensmittel darin komplett einpacken oder Schüsseln, Gefäße und Dosen abdecken. Lege dafür das Tuch in die richtige Position und halte es noch einige Sekunden mit den Händen. Durch die Körperwärme, die durch deine Hände entweicht, formt sich das Tuch in die gewünschte Position. Es gibt auch Anleitungen, um aus Bienenwachstüchern Hauben mit Gummizug herzustellen. Würde euch so ein Beitrag interessieren? Schreibt das gerne in die Kommentare.

Deine Bienenwachstücher haben kein Mindesthaltbarkeitsdatum. Sie können lediglich etwas rissig werden, denn die Nutzung hinterlässt Gebrauchsspuren. Das ist aber absolut kein Problem. Dafür einfach das Tuch zwischen zwei Lagen Backpapier legen und wieder bügeln. Manchmal muss vorerst auch noch ein wenig neues Bienenwachs verteilt werden. Das ist jedoch je nach Zustand unterschiedlich.

Und hier noch mal FÜNF Vorteile im Überblick:

  1. Bienenwachs wirkt antibakteriell, darin bleiben deine Lebensmittel länger frisch
  2. Bienenwachstücher sind wiederverwendbar und einfach zu reinigen
  3. Du kannst dir die schönen Stoffe und Muster nach Belieben selbst aussuchen
  4. Bienenwachs als unverarbeitetes Produkt ist günstiger als fertige Bienenwachstücher
  5. Alte Stoffreste können wiederverwertet werden

Bienenwachstücher sind DIE Alternative zu Alu- oder Frischhaltefolie. Kein Wunder! Durch ihre Herstellung mit Bienenwachs, welcher antibakteriell wirkt, eignen sie sich hervorragend zum Bewahren von Lebensmitteln. Sie sind unglaublich nachhaltig und gar nicht mal so schwer zu machen, wie ich festgestellt habe.

Die wichtigsten Hinweise zuerst

Es gibt ein paar Dinge, die du besser vor dem Prozess wissen solltest. Zum Beispiel eignen sich Bienenwachstücher nicht für die Aufbewahrung von rohem Fleisch und Fisch. Alle Lebensmittel, die du sicher verstauen möchtest, müssen vor dem Einpacken gut auskühlen. Der Trend ist zwar schon seit ein paar Jahren unter den wahren Nachhaltigkeits-Begeisterten vertreten, trotzdem lässt sich auch noch viel Halbwissen im Netz finden. Wir haben das Nötigste für dich zusammengefasst.

Welchen Stoff brauche ich für Bienenwachstücher?

Kleine Stoffstücke, große Stücke, alte Stoffreste oder neu gekaufte – das ist egal. Viele schneiden sich ihr Tuch auch selbst zurecht. Vorteil: die Form und Größe ist ganz individuell gestaltbar und du kannst sie auch auf deine persönlichen Küchenutensilien abstimmen. Wichtig hierbei ist, dass es sich um Baumwolltücher handelt. Bitte reinige das Tuch vorher gründlich. Dafür am besten bei 60 Grad waschen. Nach dem das Tuch mit Bienenwachs versiegelt ist, lässt es sich nicht mehr in dieser Weise waschen. Zudem darf das Tuch dann auch gar nicht mehr mit heißem Wasser in Verbindung kommen.

Was darf alles in das Wachs? Öl vielleicht?

Nein. Oftmals liest man, dass ätherische oder kosmetische Öle dem ganzen einen angenehmen Geruch mitgeben oder weitere fördernde Inhaltsstoffe verschaffen. Das braucht ihr nicht und das ist auch gar nicht mal so gut. Während das Wachs höchstens etwas bröselig wird, verdirbt das Öl und wird ranzig. Das Wachs kann man dagegen zu jeder Zeit wieder erneuern.

Alles klar und welches Wachs nehme ich dann?

Wo ihr das Bienenwachs bezieht kann ganz unterschiedlich sein. Beispielsweise in der Apotheke oder bei sehr vielen Anbietern im Internet. Wer jedoch auch hier einen nachhaltigen Schritt gehen möchte, der fragt bei den Imkern in seiner Region nach, um diese zu unterstützen. Außerdem bieten manche Imker ihr Bienenwachs auch online an, sodass man es dort kaufen kann.

Wachs ist aber nicht gleich Wachs. Achte darauf, dass du 100% reines Bienenwachs verwendest. Kerzenwachs beispielsweise ist tabu! Es enthält zu viele Giftstoffe und eignet sich daher überhaupt nicht.

Wie reinige ich die Tücher und wie bewahre sie anschließend auf?

Für die Reinigung nach der Nutzung gilt: grober Schmutz wird mit kaltem oder lauwarmem Wasser behutsam abgerieben. Am besten einfach ein Reinigungstuch mit lauwarmem Wasser anfeuchten und dann reinigen. Hartnäckiger Schmutz kann schon mal die Beihilfe von Spülmittel erfordern. Hier aber bitte umweltfreundliches verwenden. Eine Anleitung dafür findest du in einem Beitrag zum Thema „selbst hergestelltes Putzmittel“  von uns. Für geruchsintensive Lebensmittel wie Zwiebeln oder Knoblauch lohnt es sich eigene Bienenwachstücher herzustellen, welche dann nur für diese Lebensmittel verwendet werden. Dies hat keine besonderen hygienischen Gründe. Leider überträgt sich jedoch der beißende Geruch auf die Tücher und können so auch andere Lebensmittel mit Gerüchen belasten.

Dann kannst du die Bienenwachstücher einfach verstauen und später wieder herausnehmen, wenn du sie brauchst.

Das brauchst du alles für deine nachhaltige Alternative

Du siehst also, der Aufwand ist äußerst gering, trotzdem erhältst du danach ein unglaublich tolles Küchengadget. So einfach, so praktisch und dennoch verwenden es so wenige. Du brauchst:

0
Lagen Backpapier
0
Töpfe für ein Wasserbad zum schmelzen
0
Bügeleisen
0
Schere
0
Pinsel
  • Bienenwachs in reiner Form (beginne mit etwas kleineren Mengen, du kannst immer wieder nachschmelzen)
  • Baumwolltücher

Und jetzt Schritt für Schritt

Mit der Schere schneidet ihr aus eurem Stoff die gewünschte Größe und Form aus, die euer Bienenwachstuch später einnehmen soll. Am besten eignen sich dafür runde oder viereckige Formen. Vergleicht die Größe am besten mit Schalen und Schüsseln, die ihr zuhause habt und später bedecken wollt.

Das Bienenwachs wird vorsichtig im Wasserbad geschmolzen. Dafür einfach das Wachs in die kleinere Schale oder in einen kleineren Topf geben und in ein Wasserbad stellen. Durch Rühren merkt ihr, wenn das Wachs zu schmelzen beginnt. 

Ist das Wachs vollkommen geschmolzen, dann gilt höchste Eile. Großzügig wird es auf dem zuvor zurechtgeschnittenen Stoff mit einem Pinsel verteilt. Dabei muss es noch nicht vollkommen akkurat oder gleichmäßig bestrichen sein. Legt es dafür auf eine Lage Backpapier.

Denn jetzt wird das zweite Backpapier daraufgelegt und einmal drüber gebügelt. Dabei verläuft das Wachs, es wird also nochmals flüssig und verteilt sich so perfekt im kompletten Stoff. Das Wachs läuft an den Seiten etwas aus, gebt also acht, dass euer Tuch nicht direkt am Rand des Backpapiers liegt.

Dann zieht die zweite Lage Backpapier zügig ab und haltet das Bienenwachstuch für ein paar Sekunden in der Luft. So kann es gut antrocknen, bevor ihr es zum vollkommenen auskühlen zur Seite legt.

Wer sich gar nicht mit dieser Variation identifizieren kann, der kann das Ganze auch im Backofen versuchen. Hierzu das Bienenwachs in kleinen Stücken auf dem Tuch verteilen und auf einem Backblech bei 90 Grad erwärmen, bis das Wachs geschmolzen ist. Hierbei leiden jedoch eure Bleche ganz schön und ein gleichmäßiges Ergebnis ist auch nicht garantiert.

Wie verwende ich die Bienenwachstücher und wie lange sind diese dann haltbar?

Die nützlichen Alternativen zu beispielsweise Frischhaltefolie funktionieren ähnlich. Sie dienen als Aufbewahrung oder als Abdeckung. Du kannst also deine Lebensmittel darin komplett einpacken oder Schüsseln, Gefäße und Dosen abdecken. Lege dafür das Tuch in die richtige Position und halte es noch einige Sekunden mit den Händen. Durch die Körperwärme, die durch deine Hände entweicht, formt sich das Tuch in die gewünschte Position. Es gibt auch Anleitungen, um aus Bienenwachstüchern Hauben mit Gummizug herzustellen. Würde euch so ein Beitrag interessieren? Schreibt das gerne in die Kommentare.

Deine Bienenwachstücher haben kein Mindesthaltbarkeitsdatum. Sie können lediglich etwas rissig werden, denn die Nutzung hinterlässt Gebrauchsspuren. Das ist aber absolut kein Problem. Dafür einfach das Tuch zwischen zwei Lagen Backpapier legen und wieder bügeln. Manchmal muss vorerst auch noch ein wenig neues Bienenwachs verteilt werden. Das ist jedoch je nach Zustand unterschiedlich.

Und hier noch mal FÜNF Vorteile im Überblick:

  1. Bienenwachs wirkt antibakteriell, darin bleiben deine Lebensmittel länger frisch
  2. Bienenwachstücher sind wiederverwendbar und einfach zu reinigen
  3. Du kannst dir die schönen Stoffe und Muster nach Belieben selbst aussuchen
  4. Bienenwachs als unverarbeitetes Produkt ist günstiger als fertige Bienenwachstücher
  5. Alte Stoffreste können wiederverwertet werden