Aller Anfang ist schwer. Und genau deshalb sucht man sich oft Rat im Internet. Dass durch die vielen unterschiedlichen Quellen und Meinungen oftmals widersprüchliche Aussagen entstehen, das ist bestimmt jedem schon einmal aufgefallen. Auch das breite und manchmal verwirrende Thema „Nachhaltigkeit“, kann sich von solchen Fehlinformationen leider nicht freisprechen.

Interessant wäre es beispielsweise zu wissen, was den Menschen zuerst in den Sinn kommt, wenn sie den umfassenden Ausdruck „Nachhaltigkeit“ hören.

Der Begriff an sich wurde im frühen 18. Jahrhundert definiert. Einst noch für die Zunahme einer überregionalen Holznot. Somit stammt der Begriff ursprünglich aus der Forstwirtschaft. Von da an wurde der Begriff immer wieder aufgegriffen. Anfangs nur im Rahmen der Forstwirtschaft. Aber auch schon damals legte man sich die Definition wie folgt aus: Etwas nur in dem Maße nehmen oder sich daran bedienen, sodass es für die aktuellen Bedürfnisse reicht und für spätere Zeiten keine Benachteiligung bedeutet.

Kein Wunder also, dass sich diese Definition als eine Art Schablone auf vieles andere legen lässt. Genau deshalb wird der Begriff „Nachhaltigkeit“ auch oft fälschlicherweise als Synonym für viele Begriffe verwendet.

Beispielsweise: Vegan ist ja auch gleich Nachhaltigkeit. Falsch!

Viele Experten haben bereits nachgewiesen: Fleischkonsum und die damit einhergehende Viehzucht sind nicht gerade nachhaltig. Dafür sorgen zum Beispiel Unmengen an CO2 und Treibhausgas-Emissionen. Das macht aus einem veganen Lebensstil aber noch lange keinen vollkommen nachhaltigen. 

Denn die Tierhaltung kann im Vergleich zum Veganismus an manchen Stellen effizienter und somit nachhaltiger sein – zumindest auf längere Sicht. So ist ein Großteil der Ackerländer nur für Viehzucht geeignet. Das heißt, reichhaltiges Gemüse kann auf solchen Böden nicht wachsen. Gras kann jedoch auf solchen Flächen wachsen und später zu Heu verarbeitet werden. So wird Land genutzt, dass sonst ineffizient brach liegen würde.

Auch beim Thema Mode kann man Nachteile ableiten. Bei der Umstellung auf Rohstoffe für die Kleiderproduktion, die ausschließlich ohne tierische Bestandteile auskommen, wird dann oft auf Kunststoff zurückgegriffen. Davon sind nicht alle Fasern abbaubar und enden als Mikroplastik, wo sie dann unsere Meere belasten.

Natürlich bringt eine vegane Art zu leben aber auch viele Vorteile. Durch die eingesparte Fläche, die aktuell für Viehwirtschaft verwendet wird, könnten Wälder regenerieren und haben auch wieder den Platz anzuwachsen. Dadurch könnten auch Tiere, die aktuell bedroht sind von der Roten Liste gestrichen werden, indem man ihnen ihren Lebensraum zurückgibt.

Abgesehen davon, gibt es natürlich auch noch die ethischen Fragen. Für den Anfang sollte zumindest mal ein gesundes Maß von Allem ein richtiger Schritt für einen nachhaltigen Alltag darstellen.

 „Fair Fashion ist unendlich teuer und wenn ich meine Kleider dann wieder verkaufe ist sowieso alles gut“

Erst einmal vorweg: Solche Lifestyle Themen sind meist Kopfsache. Die richtige Einstellung kann alleine schon vieles bewegen und uns neue Wege ebnen. 

Kurzer Überblick: Unter Fair Fashion kann im weitesten Sinne von einer Kleiderproduktion gesprochen werden, welche nachhaltigen Ressourceneinsatz und -auswahl gewährleistet, immer mit dem Ziel den erzeugten Fußabdruck möglichst gering zu halten. Zum Einsatz können dann innovative Naturfasern wie Buchenfaser kommen. Auch die Bedingungen der Mitarbeiter werden hierbei als eine wichtige Priorität angesehen. Dass dadurch die Preise höher liegen als die, von „normaler“ Kleidung ist doch dann abzuleiten, oder? Schließlich werden die Löhne fair angepasst, wenn Mitarbeiter angemessen behandelt werden. Die guten Materialien sind auch oft teurer im Einkauf und auch die Produktion kann sich als kostenintensiv erweisen, wird diese an Standards und Richtlinien angepasst. Diese Faktoren wirken sich dann letztlich alle auf den Preis aus, den wir spüren.

Und ändert man nichts an seinem Kaufverhalten, so spürt der ein oder andere dies ganz schön deutlich. Die Rede an dieser Stelle ist von Fast Fashion. Ein ständiges Kaufen der neuesten Mode. So kann es vorkommen, dass einmal die Woche und häufiger der Postbote eine Menge Pakete bringt.

Genau hier liegt aber der Punkt. Vertraut man auf die Qualität von Fair Fashion und führt sich einmal vor Augen, welchen Wert ein einzelnes Kleidungsstück hat, so könnte ein teureres Fair Fashion T-Shirt mehrere, oft billige Shirts im Kleiderschrank ersetzen. 

Für manche gar nicht mehr vorzustellen, ein Kleidungsstück länger als ein halbes Jahr zu besitzen.

Denn auch wer all seine kurz getragene Kleidung dann wieder weiterverkauft, der unterstützt vorerst weiterhin diese Billigpreisstrategie und damit die schlechten Produktionsbedingungen. Das war jedoch kein Aufruf seine Kleidung weg zu werfen! Aus gutem Grund ist der Weiterverkauf oder das Verschenken natürlich positiver als das Entsorgen.

Dabei kann man sich nach kleinen Boutiquen umschauen, die sich darauf spezialisiert haben und diese unterstützen. Aber auch immer mehr große Modehäuser merken, dass sich etwas verändern muss und setzen so auf Bio-Baumwolle und Co.

Es ist schwer, Fehler in einer Lösung zu sehen. 

Unterschiedliche Bestandteile, die in die Kategorie Nachhaltigkeit fallen, werden oftmals als eine Art Lösung des Problems wahrgenommen. Die Reduzierung von Plastikmüll kann die Ozeane retten. Ein drastisches Überdenken und Anpassen des Ess- und Zuchtverhaltens kann positive Auswirkungen auf den Regenwald, Treibhausgase und den globalen Wasserverbrauch haben. 

Dass jedoch ein neues Ersatzprodukt auch neue Probleme an anderen Stellen hervorruft, dass lässt sich dann nur unangenehm akzeptieren. Während man jedoch nach einer vermeintlich perfekten Lösung sucht, kann man sich ja vorerst mit der besseren Alternative vertraut machen.

Aller Anfang ist schwer. Und genau deshalb sucht man sich oft Rat im Internet. Dass durch die vielen unterschiedlichen Quellen und Meinungen oftmals widersprüchliche Aussagen entstehen, das ist bestimmt jedem schon einmal aufgefallen. Auch das breite und manchmal verwirrende Thema „Nachhaltigkeit“, kann sich von solchen Fehlinformationen leider nicht freisprechen.

Interessant wäre es beispielsweise zu wissen, was den Menschen zuerst in den Sinn kommt, wenn sie den umfassenden Ausdruck „Nachhaltigkeit“ hören.

Der Begriff an sich wurde im frühen 18. Jahrhundert definiert. Einst noch für die Zunahme einer überregionalen Holznot. Somit stammt der Begriff ursprünglich aus der Forstwirtschaft. Von da an wurde der Begriff immer wieder aufgegriffen. Anfangs nur im Rahmen der Forstwirtschaft. Aber auch schon damals legte man sich die Definition wie folgt aus: Etwas nur in dem Maße nehmen oder sich daran bedienen, sodass es für die aktuellen Bedürfnisse reicht und für spätere Zeiten keine Benachteiligung bedeutet.

Kein Wunder also, dass sich diese Definition als eine Art Schablone auf vieles andere legen lässt. Genau deshalb wird der Begriff „Nachhaltigkeit“ auch oft fälschlicherweise als Synonym für viele Begriffe verwendet.

Beispielsweise: Vegan ist ja auch gleich Nachhaltigkeit. Falsch!

Viele Experten haben bereits nachgewiesen: Fleischkonsum und die damit einhergehende Viehzucht sind nicht gerade nachhaltig. Dafür sorgen zum Beispiel Unmengen an CO2 und Treibhausgas-Emissionen. Das macht aus einem veganen Lebensstil aber noch lange keinen vollkommen nachhaltigen. 

Denn die Tierhaltung kann im Vergleich zum Veganismus an manchen Stellen effizienter und somit nachhaltiger sein – zumindest auf längere Sicht. So ist ein Großteil der Ackerländer nur für Viehzucht geeignet. Das heißt, reichhaltiges Gemüse kann auf solchen Böden nicht wachsen. Gras kann jedoch auf solchen Flächen wachsen und später zu Heu verarbeitet werden. So wird Land genutzt, dass sonst ineffizient brach liegen würde.

Auch beim Thema Mode kann man Nachteile ableiten. Bei der Umstellung auf Rohstoffe für die Kleiderproduktion, die ausschließlich ohne tierische Bestandteile auskommen, wird dann oft auf Kunststoff zurückgegriffen. Davon sind nicht alle Fasern abbaubar und enden als Mikroplastik, wo sie dann unsere Meere belasten.

Natürlich bringt eine vegane Art zu leben aber auch viele Vorteile. Durch die eingesparte Fläche, die aktuell für Viehwirtschaft verwendet wird, könnten Wälder regenerieren und haben auch wieder den Platz anzuwachsen. Dadurch könnten auch Tiere, die aktuell bedroht sind von der Roten Liste gestrichen werden, indem man ihnen ihren Lebensraum zurückgibt.

Abgesehen davon, gibt es natürlich auch noch die ethischen Fragen. Für den Anfang sollte zumindest mal ein gesundes Maß von Allem ein richtiger Schritt für einen nachhaltigen Alltag darstellen.

 „Fair Fashion ist unendlich teuer und wenn ich meine Kleider dann wieder verkaufe ist sowieso alles gut“

Erst einmal vorweg: Solche Lifestyle Themen sind meist Kopfsache. Die richtige Einstellung kann alleine schon vieles bewegen und uns neue Wege ebnen. 

Kurzer Überblick: Unter Fair Fashion kann im weitesten Sinne von einer Kleiderproduktion gesprochen werden, welche nachhaltigen Ressourceneinsatz und -auswahl gewährleistet, immer mit dem Ziel den erzeugten Fußabdruck möglichst gering zu halten. Zum Einsatz können dann innovative Naturfasern wie Buchenfaser kommen. Auch die Bedingungen der Mitarbeiter werden hierbei als eine wichtige Priorität angesehen. Dass dadurch die Preise höher liegen als die, von „normaler“ Kleidung ist doch dann abzuleiten, oder? Schließlich werden die Löhne fair angepasst, wenn Mitarbeiter angemessen behandelt werden. Die guten Materialien sind auch oft teurer im Einkauf und auch die Produktion kann sich als kostenintensiv erweisen, wird diese an Standards und Richtlinien angepasst. Diese Faktoren wirken sich dann letztlich alle auf den Preis aus, den wir spüren.

Und ändert man nichts an seinem Kaufverhalten, so spürt der ein oder andere dies ganz schön deutlich. Die Rede an dieser Stelle ist von Fast Fashion. Ein ständiges Kaufen der neuesten Mode. So kann es vorkommen, dass einmal die Woche und häufiger der Postbote eine Menge Pakete bringt.

Genau hier liegt aber der Punkt. Vertraut man auf die Qualität von Fair Fashion und führt sich einmal vor Augen, welchen Wert ein einzelnes Kleidungsstück hat, so könnte ein teureres Fair Fashion T-Shirt mehrere, oft billige Shirts im Kleiderschrank ersetzen. 

Für manche gar nicht mehr vorzustellen, ein Kleidungsstück länger als ein halbes Jahr zu besitzen.

Denn auch wer all seine kurz getragene Kleidung dann wieder weiterverkauft, der unterstützt vorerst weiterhin diese Billigpreisstrategie und damit die schlechten Produktionsbedingungen. Das war jedoch kein Aufruf seine Kleidung weg zu werfen! Aus gutem Grund ist der Weiterverkauf oder das Verschenken natürlich positiver als das Entsorgen.

Dabei kann man sich nach kleinen Boutiquen umschauen, die sich darauf spezialisiert haben und diese unterstützen. Aber auch immer mehr große Modehäuser merken, dass sich etwas verändern muss und setzen so auf Bio-Baumwolle und Co.

Es ist schwer, Fehler in einer Lösung zu sehen. 

Unterschiedliche Bestandteile, die in die Kategorie Nachhaltigkeit fallen, werden oftmals als eine Art Lösung des Problems wahrgenommen. Die Reduzierung von Plastikmüll kann die Ozeane retten. Ein drastisches Überdenken und Anpassen des Ess- und Zuchtverhaltens kann positive Auswirkungen auf den Regenwald, Treibhausgase und den globalen Wasserverbrauch haben. 

Dass jedoch ein neues Ersatzprodukt auch neue Probleme an anderen Stellen hervorruft, dass lässt sich dann nur unangenehm akzeptieren. Während man jedoch nach einer vermeintlich perfekten Lösung sucht, kann man sich ja vorerst mit der besseren Alternative vertraut machen.